Zigenfras

Aus Hexer Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Zigenfras ist ein Schustermeister aus Barfeld mit Talenten eines Alchemisten. Mit seinem Rezept ist es den Bauern von Barfeld gelungen, den grünen Drachen Myrgtabrakke zu vergiften.

"(...) Man tötete ein Schaf und stopfte es voll Nieswurz, Wolfsmilch, Tollkraut, Schwefel und Schusterpech. Sicherheitshalber schüttete der Stadtapotheker noch zwei Quart von seiner Mixtur gegen Furunkel dazu, und ein Priester aus dem Kreve-Heiligtum betete über dem Kadaver. Dann ließen sie das Schaf inmitten der Herde zurück, von einem kurzen Pfahl gestützt. (...)
Die Grenze des Möglichen (Kurzgeschichte), enth. in Das Schwert der Vorsehung, Ausgabe Doppelband, Heyne 2000, S. 26 f.

Als der Drache auf die Felder von Barfeld zurückkehrt, ergreift er tatsächlich den präparierten Köder anstatt die lebenden davonlaufenden Schafe. Kurz darauf stürzt der Drache ab, entkommt jedoch, als die Bauern ihm nachstellen wollen.

Zigenfras und einige Barfelder begleiteten die Drachen-Jagdgesellschaft in die Falken Berge als Kundschafter. In seiner Jugend hatte er in der gebirgigen Region Schafe gehütet und kannte sich dort aus. Zigenfras hält sich bereits für einen Drachenjäger, jedoch wird er von allen anderen Teilnehmern eher verachtet, da sie seine Vergiftungsmethoden für ehrlos halten.

Der heldenhafte Giftmischer aus Barfeld kam näher, nahm die Schafspelzmütze ab. Er sah mit seinem über den Bauernkittel geschnallten altmodischen Brustpanzer bemerkenswert aus, der gewiß noch zu König Sambuks Zeiten gehämmert worden war.
Die Grenze des Möglichen (Kurzgeschichte), enth. in Das Schwert der Vorsehung, Ausgabe Doppelband, Heyne 2000, S. 61

Er wird von den Haudegen, Yarpen und seinen Männern davongejagt. Kurz darauf kehrt er mit der "Bauern-Bürgerwehr" auf mehreren Wagen zurück, um den goldenen Drachen Villentretenmerth zur Strecke zu bringen. Tea und Vea sowie Yennefer vereiteln jedoch diesen Plan. Schließlich wird Zigenfras von Villentretenmerth gefressen.

Die Geschichte um Zigenfras ist derart belustigend für Yarpen und seine Männer, das sie Gesprächsstoff am Lagerfeuer ist als Yarpen und seine Freunde später Geralt und Ciri bei einer Reise nach Kaedwen wieder sehen. ("Das Erbe der Elfen").

Randnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Doppelbandausgabe von Heyne (2000, S. 26) wird für den Namen des Schusters eine andere Schreibweise verwendet, dort heißt er "Ziegenfras". In der dtv-Ausgabe (Das Erbe der Elfen, 2008, S. 163) wird er hingegen "Zigenfras" genannt.
  • Das Motiv des von einem Schuster vergifteten Drachen ähnelt der polnischen Sage um den Wawel-Drachen (s.a. Bezüge zu anderen Werken).