Ys Krieger

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Die Meereskrieger oder fischäugigen Krieger bewohnen die legendäre Unterwasserstadt Ys vor der Küste von Bremervoord (Stadt).
Geralt begegnet diesen Wesen im Kampf in der Kurzgeschichte "Ein kleines Opfer", als er die Unterwasserstadt bei den Drachenhauern entdeckt.


Im The Witcher 1 gibt es ebenfalls "Fischmenschen" mit einer Kriegereinheit – die Wodjanoi. Im Spiel wird nicht ausdrücklich erwähnt, dass die Wodjanoi die Meereskrieger von Ys aus der Kurzgeschichte sind. Beim Design der Wodjanoi Wesen waren jedoch die Ys Krieger Inspiration, wie aus dem Entwicklerkommentar vom The Witcher Monsterbuch zu entnehmen ist.


Kurzgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszüge aus der Kurzgeschichte "Ein kleines Opfer" von Andrzej Sapkowski, um einen Eindruck von den Unterwasserwesen zu bekommen:

"Direkt neben dem Hexer explodierte das Wasser. Rittersporn schrie auf. Das aus dem Schaum heraufschießende glotzäugige Ungeheuer hieb mit einer breiten, gezähnten, sensenartigen Klinge nach Geralt. Geralt hatte schon seit dem Augenblick, als das Wasser sich aufzuwölben begann, das Schwert in der Hand, so drehte er sich jetzt nur noch zielsicher in den Hüften und versetzte dem Ungeheuer einen Schlag gegen die schlaffe, schuppige Wammpe. Sofort wandte er sich zur anderen Seite, wo der Nächste das Wasser aufwallen ließ, in einem sonderbaren Helm und etwas, das an eine Rüstung aus grünspanbedecktem Kupfer erinnerte. Mit einem weit ausholenden Schwertstreich schlug der Hexer die Spitze des auf ihn gerichtete kurzen Spießes beiseite, und mit dem Schwung dieser Bewegung spaltete er die fischähnliche, zahnbewehrte Schnauze."

[ ... ]

"Das nächste Geschöpf tauchte aus den Wogen auf, ließ einen Krummsäbel schwirren, den es in der grünen, rauen Pfote hielt. Der Hexer stieß sich mit dem Rücken von der muschelbesetzten Felskante ab, ging in Positur, doch das fischäugige Wesen kann nicht näher. An Größe war es Geralt gleich, auch ihm reichte das Wasser bis zum Gürtel, doch der imposante aufgerichtete Kamm auf dem Kopf und die aufgeblasenen Kiemen ließen es größer erscheinen. Die Grimasse, zu der das breite, mit Zähnen besetzte Maul verzogen war, sah einem grausamen Lächeln täuschend ähnlich.
Ohne die beiden zuckenden, im roten Wasser treibenden Körper zu beachten, hob das Geschöpf seinen Säbel, den es beidhändig an dem langen Griff ohne Parierstange hielt. Kamm und Kiemen noch stärker aufblähend, ließ es die Klinge geschickt durch die Luft wirbeln. Geralt hörte, wie die Schneide zischte und sauste.
Das Wesen tat einen Schritt nach vorn und schickte damit eine Welle auf den Hexer zu. Geralt ließ zur Erwiderung das Schwert in einer Mühle sausen. Und er tat ebenfalls einen Schritt vorwärts, nahm die Herausforderung an.
Der Fischäugige ließ geschickt die langen Finger um den Griff gleiten und senkte langsam die mit Schildpatt und Kupfer gepanzerten Schultern, tauchte bis zu den Ellenbogen unter, so dass die Waffe im Wasser verschwand. Der Hexer fasste das Schwert mit beiden Händen – die rechte unmittelbar unter der Parierstange, die linke am Knauf -, hob die Waffe hoch und etwas seitlich, über die rechte Schulter. Er schaute dem Ungeheuer in die Augen, doch das waren die opaleszierenden Augen eines Fisches, Augen mit tropfenförmiger Iris, die kalt und metallisch glitzerten. Augen, die nicht ausdrückten und nichts verrieten. Nichts, was den Angriff ankündigen könnte."