Vom kleinen Bauern, der seinen Herrn verwirrte

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Vom kleinen Bauern, der seinen Herrn verwirrte
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Enthält Zusatzinformationen
Beschreibung
Inventar/Slot
Bücher
Kategorie
Gewöhnlicher Gegenstand
Art
Buch
Quelle
Marcus T. K. Hodgsons Laden
Inventarpreis
41 Krone(n)
Kaufpreis
100 Krone(n)
Gewicht
0 Gewicht

This book recounts a Redanien folk tale.

Tagebucheintrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Winter kam, als der Graf wieder einmal sann, wie er seine Untertanen noch ärger auspressen konnte. Eines Morgens brach er beim ersten Hahnenschrei im Zweispänner zum Dorf auf. Sein treuer Page begleitete ihn als Schreiber. Die Erde war aufgeweicht und die Straße sehr schlammig, weswegen der Graf, der seine glänzenden neuen Stiefel nicht beschmutzen wollte, in der Kutsche blieb und seinen Pagen sandte, ihn zu vertreten.

Im Dorfe angelangt, stieg der Page mit einem umfangreich beschriebenen Papier aus der Kutsche. Dieses nagelte er an die erstbeste Hütte. Auf das Gehämmer kam ein Bauernjunge namens Reuben heraus, um nachzusehen, was vorging. Der Junge war zwölf, hatte einen strohblonden Haarschopf und ein sommersprossiges Gesicht mit roten Wangen.

"Na? Was willst du?" grollte der Page und warf einen Blick auf Reubens Hemd, das so dreckig war wie alles andere im Dorf.

"Och, eigentlich nichts", zuckte Reuben die Achseln. "Ich wohne hier nur."

"Dann geh rein." Aber der Junge hatte keine Angst und blieb lieber auf der Schwelle stehen, um sich das Papier anzusehen.

"Was ist denn das, mein Herr? Ein Brief?"

"Lies es und finde es selber heraus", sagte der Schreiber zunehmend wütend, was Reuben allerdings zu entgehen schien.

"Kann ich nicht, Herr. Ich weiß nicht, wie."

"Warum zum Teufel brauchst du so lange, Schreiber?!" donnerte der Graf. Er saß immer noch in der Kutsche und hatte das Gespräch nicht mit angehört. Anscheinend begann er, sich zu langweilen.

"Der Grünschnabel sagt, er kann nicht lesen!"

"Genau - weil er es nicht kann", bestätigte Reuben und ging zwei Schritte auf die Kutsche zu, wobei seine nackten Füße tief in den grauen Morast sanken.

"Und die da drinnen, können die lesen?" forschte der Graf.

"Wo sollten sie das gelernt haben, Herr?" fragte der Bauer verblüfft. Er hatte immer gedacht, so hohe Herren wüssten alles.

"Also - wer in eurem Dorf kann denn lesen?" fragte der Graf, der immer gereizter wurde.

"Keiner, Herr."

"Schreiber", sagte der Graf und lehnte sich weit aus der Kutschentür, "kannst du mir erklären, wie ich meine Deklaration bei Leuten durchsetzen soll, die nicht lesen und schreiben können?"

"Das weiß ich auch nicht, Herr", sagte der Schreiber und ging einen Schritt zurück, als erwarte er, dass der Graf aus der Kutsche spränge und ihn angriffe. Es war zwar nicht seine Schuld, doch der Graf hatte die Angewohnheit, seinen Schreiber zu schlagen, wenn er wütend war, der Grund war einerlei.