Verschlinger

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Es heißt, die Geschichte der Baba Jaga handelt von einem Mann, dem ein Verschlinger begegnet ist. Wenn dem wirklich so ist, muss eines erwähnt werden: Die Geschichte gibt nur einen vagen Eindruck von dem wieder, was wirklich einem Wanderer zustoßen kann, der das Pech hat, in das Lager eines Verschlingers zu stolpern!

Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jaga gehört zu den Monstren, die von Hexern gejagt werden. Es heißt, irgendwo in den Wäldern um Cintra soll eine Jaga hausen.
Im Roman "Feuertaufe" ("Chrzest ognia"), wird die Jaga als eine Kreatur dargestellt, die Kinder frisst.

Literaturstellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hexer Geralt von Riva in einem Gespräch zu Iola im Heiligtum der Melitele:

Und da war etwas, was nur lebte, um zu töten. Vor Hunger, zum Vergnügen, aus jemandes krankhaftem Willen geboren oder aus anderen Ursachen. Eine Mantikora, ein Wyvern, ein Nebling, ein Sägmaul, ein Steinbeißer, eine Greule, ein Waldschrat, ein Vampir, ein Ghul, ein Graveir, ein Werwolf, ein Gigaskorpion, eine Striege, eine Jaga, eine Kikimora, ein Vipper.
Die Stimme der Vernunft 4 (Kurzgeschichte), enth. in Der letzte Wunsch, Ausgabe Doppelband, Heyne 2000, S. 156


Geralt zu Königin Calanthe:

Sie haben mir von einer Jaga erzählt, die irgendwo in den hiesigen Wäldern ihren Schlupfwinkel hat, ein Häuschen auf einem klauenbewehrten Hühner-Dreibein.
Eine Frage des Preises (Kurzgeschichte), enth. in Der letzte Wunsch, Ausgabe Heyne Doppelband, 2000, S. 167


Die Schatten beim Abend mit dem Erzähler Pfiffer lassen die zuhörenden Kinder erschauern:

Oder vielleicht eine Striege oder eine Jaga, die es auf Kinder abgesehen hatte?
Feuertaufe, ("Chrzest ognia"), Ausgabe dtv 2009, S. ??


Hinweis: Eine nähere Erläuterung zur kinderfressende Hexe aus dem Grimm'schen Märchen "Hänsel und Gretel" sowie der Gestalt der "Baba Jaga" aus der slawischen Mythologie findet sich auf der Diskussionsseite des Artikels "Bezüge zu anderen Werken.


The Witcher 3: Wild Hunt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In The Witcher 3 sind Verschlinger eine Abart der Moderhaut, sehen jedoch aus wie der Leichenfresser (aus The Witcher 2: Assassins of Kings), ihr größerer Artverwandter.

The Witcher 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschlinger
Bestiary Devourer full.png
Beschreibung
Klasse
Nekrophagen
Vorkommen
Verschlinger sind Aasfresser, die in der Nähe menschlicher Siedlungen in Höhlen hausen. Im Computerspiel The Witcher treiben sie in den Feldern von Trübwasser ihr Unwesen. Verschlinger kommen nur im vierten Kapitel vor. Wer sich ein Souvenir für Zahin Schmartz mitnehmen will, sollte die Chance nutzen.
Immunität
Verschlinger sind immun gegen konventionelle Gifte und resistent gegen Niederschlag-Versuche.
Anfälligkeit
Empfindlich gegen Nekrophagenöl und dem Silberschwert geführt im starken Kampfstil. Sie sind außerdem anfällig für die kritischen Effekte Einäscherung, Bluten und Lähmen.
Taktik
Verschlinger täuschen ihre Opfer und quälen sie. Opfer, die sich ihnen widersetzen, schlagen sie nieder. Ihre massigen Leiber verstärken die Wucht der Hiebe. Sind die Opfer besiegt, werden sie von den Verschlingern beim lebendigen Leibe verspeist.
Handwerk/
Alchemie
Verschlingerzähne
Schattenstaub
Leichengift
Albars Kristalle

Verschlinger werden oft Jaga oder Nachthexen genannt, da sie Ähnlichkeiten mit hässlichen alten Frauen haben und für ihre hexentypische Heimtücke berühmt sind. Diese Kreaturen zählen zu den Nekrophagen und verschlingen Menschenfleisch.

Journaleintrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschlinger werden oft Nachthexen genannt, da sie Ähnlichkeit mit hässlichen alten Frauen haben und für ihre hexentypische Heimtücke berühmt sind. Diese Kreaturen verschlingen Menschenfleisch, und obwohl sie bereitwillig auch Leichen verzehren, gelüstet es sie vor allem nach frischem, warmem Fleisch. Verschlinger jagen nach Einbruch der Dunkelheit in Gruppen, die von Bauern "Sabbate" genannt werden. Sie täuschen ihre Opfer gern und quälen sie, aber Geschichten über mitternächtliche Ritte auf Besenstielen und Knusperhäuschen entbehren jeder Grundlage.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monsterbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwickler CD Projekt RED über den Verschlinger im Monsterbuch, das einigen Verkaufsversionen (Polen, Tschechien, Ungarn) vom Computerspiel The Witcher beigefügt war:

Die Wurzeln des Verschlingers liegen – wie bei den Mittagserscheinungen – in der slawischen Mythologie. Zu Anfang war da nur der Name, den Sapkowski erwähnt hatte. Die Vorstellung wie der Verschlinger dann aussehen sollte, folgte bald: eine alte bösartige Frau. Unser Concept Zeichner ging mit Eifer dabei, die hässlichste alte Schachtel zu erschaffen, die es gibt. Und dann war der Verschlinger geboren. In der finalen Version ist der Verschlinger eine alte Vettel mit einer wundervollen Hakennase, Hängebrüsten und einem Bauch mit verwelkten "Rettungsringen". Der geöffnete Mund verleiht der Kreatur ein gehässiges Grinsen. Die heraushängende Zunge und das zurückgestrichene Haar erinnern an einen hechelnden Hund nach einer Jagd.

Der Verschlinger verkörpert den Alptraum aller Kinder von einer boshaften sadistischen Hexe, die darauf wartet, unartige Kinder zu verschleppen.

Auf einer der Zeichnungen von Geralts Flashbacks verteidigt der Hexer einen kleinen Jungen vor einem Verschlinger. Die Art, wie die Kreatur den Bengel anstarrt, spiegelt sich in den vor Angst aufgerissenen Augen des Kindes wieder.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]