Klopfer

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Klopfer aus dem Pen-and-Paper RPG "Wiedźmin: Gra Wyobraźni"

Ein Klopfer, der neben Knaker, Polterduk, Rübezahl oder Berggeist unter vielen weiteren Namen im Volksmund bekannt ist, ist eine Kreatur ähnlich wie ein Troll oder Kobold. Er haust in unterirdischen Höhlen, ist sehr stark und schnell, trägt üblicherweise einen Bart und hat übergroße Füße.
Bei einem Treffen mit dem Elf Avallac'h unter dem Berge Gorgo begegnete Geralt einem Klopfer, der ihn erst verprügeln will, später jedoch den Auftrag erhält, den Hexer auf schnellstem Wege nach Caed Myrkvid zu bringen.

Im Roman "Der Schwalbenturm" ("Wieża Jaskółki") werden Klopfer erwähnt; in einem Epigraph wird auch der Eintrag zu Klopfern aus dem Physiologus zitiert.
Im PnP RPG "Wiedźmin: Gra Wyobraźni" kommen ebenfalls Klopfer vor.

Literaturstellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im siebten Kapitel von "Der Schwalbenturm" begegnet Geralt diesem Wesen, welches ihm der Elf Avallac'h später auch als "perfektes Pferd für Bergpfade" empfiehlt:

Etwas Großes kam an einem Stalagnat herabgerutscht, sprang auf die Höhlensohle. Er wusste sofort, was es war. Ein Klopfer. Kräftig, dicklich, haarig, krummbeinig, in den Schultern wohl einen Klafter breit, mit einem roten Bart, der noch breiter war.
Bei der Annäherung bebte der Boden, als käme da kein Klopfer, sondern ein schwres Schlachtross. Die verhornten und breiten Füße des Ungeheuers waren - so albern es klingt - jeder anderhalb Fuß lang.
Der Klopfer beugte sich über ihn und verströmte Fuselgeruch.

Der Schwalbenturm, ("Wieża Jaskółki"), Ausgabe dtv 2010, S. 297

Der Klopfer stank wie ein Pferd - und damit hörte die Ähnlichkeit auf. Geralt hatte einmal in Mahakam einen von den Zwergen veranstalteten Wettkampf im Zureiten wilder Mufflons gesehen, und das war ihm als der blanke Extremsport erschienen. Doch erst jetzt, da er auf dem Rücken eines wie wahnsinnig einherjagenden Klopfers saß, erfuhr er, was wirklich extrem war.
Um nicht herunterzufallen, krallte er die Finger krampfhaft in das borstige Zottelhaar und drückte die Schenkel gegen die struppigen Seiten des Ungeheuers. Der Klopfer stank nach Schweiß, Urin und Schnaps. Er rannte wie von Furien gehetzt, unter seinen riesigen Füßen dröhnte der Erdboden, als habe er Sohlen aus Erz.

Der Schwalbenturm, ("Wieża Jaskółki"), Ausgabe dtv 2010, S. 315