Kelpie (Pferd)

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Kelpie ist der Name eines Pferdes, einer Rappstute, die ursprünglich dem Kaufmann Hotsporn gehört hatte. Als er das Pferd erwarb, erhielt er zusammen mit dem Reittier einen magischen Armreif, mit dem er das Tier jederzeit heranrufen konnte.
Das anthrazitfarbende Pferd war außergewöhnlich schön. Nach Hotsporns Tod nahm sich Ciri die bis dahin namenlose Stute und rief sie fortan "Kelpie" - nach dem Wassergeist Kelpie.
Kelpie wurde auch von anderen begehrt, unter anderem von Sandy Frogmorton, der schmerzhaft daran scheiterte, Ciri das Pferd zu stehlen.

Die Stute Kelpie erscheint in dem Roman "Der Schwalbenturm" ("Wieża Jaskółki") sowie in der Geschichte "Etwas endet, etwas beginnt" aus dem gleichnamigen Kurzgeschichtenband.

Literaturstellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

»Das ist aber eine hübsche Stute«, sagte Falka begeistert und schob das Barett aufs Ohr. »Schwarz und glänzend wie Kohle, kein Härchen heller. Und anmutig! Ach, so eine Pracht!«
»Tja, ich hab sie für knapp hundert Florin gekriegt.« Hotsporn lächelte achtlos. »Wo ist Giselher? Drinnen?«
Asse nickte. Falka betrachtete wie gebannt die Stute, tätschelte ihr den Hals. »Als sie durchs Wasser gelaufen ist« – sie blickte Hotsporn aus ihren großen grünen Augen an –, »war sie wie die reinste Kelpie! Wenn sie aus dem Meer gekommen wäre und nicht aus dem Flüsschen, hätte ich nicht geglaubt, dass das keine richtige Kelpie ist.«

Der Schwalbenturm, ("Wieża Jaskółki"), Ausgabe dtv 2010, S. 45

Er lächelte, zeigte ihr an seinem Handgelenk einen ziemlich billig aussehenden Armreif. »Dieses Glitzerding habe ich zusammen mit dem Pferd gekauft. Es ist magisch. Die Stute hat es von klein auf getragen. Wenn ich daran reibe, so wie jetzt, ist es, als ob ich sie rufe. Als ob sie meine Stimme hört. Sie kommt hierher gelaufen. Es wird eine Weile dauern, aber sie kommt. [...]«
Der Schwalbenturm, ("Wieża Jaskółki"), Ausgabe dtv 2010, S. 77

Die Stute stampfte mit den Vorderhufen auf den Boden, wieherte, drehte sich zur Seite, als wolle sie sich anschauen lassen. Ciri konnte einen Seufzer der Bewunderung nicht unterdrücken, als sie diesen Hals sah, gerade und schlank, aber sehr muskulös, den kleinen, wohlgeformten Kopf mit der gewölbten Stirn, den hohen Widerrist, den bewundernswert wohlproportionierten Körperbau.
[...]
»Kelpie«, sagte Ciri. »Du bist schwarz und gewandt wie eine Kelpie aus dem Meer. Du bist zauberisch wie eine Kelpie. Also wirst du Kelpie heißen. Und es schert mich nicht, ob das übertrieben ist oder nicht.«

Der Schwalbenturm, ("Wieża Jaskółki"), Ausgabe dtv 2010, S. 80

Vysogota kannte sich mit Pferden und ihren Rassen schlecht aus, doch er war ein Ästhet, er vermochte Schönheit zu erkennen und zu schätzen. Und der Rappe, dessen Fell wie Anthrazit glänzte und den er vor dem Hintergrund der Birkenstämme erblickte, war ausnehmend schön. Er war die reine Quintessenz der Schönheit. Er war so schön, dass er irreal wirkte.
Der Schwalbenturm, ("Wieża Jaskółki"), Ausgabe dtv 2010, S. 14