Eadberhts Abschiedsnotiz

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Eadberhts Abschiedsnotiz
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Enthält Zusatzinformationen.
Beschreibung
Inventar/Slot
Bücher
Kategorie
Gewöhnlicher Gegenstand
Art
Sonstiges
Quelle
Leiche in der Krypta der Alten Kapelle nahe Brunwich
Inventarpreis
1 Krone(n)
Verkaufspreis
1 Krone(n)
Gewicht
0 Gewicht

Diese Notiz kann beim Altar in der Krypta der Alten Kapelle gefunden werden.

Quests[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tagebucheintrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mir ist nichts geblieben. Gar nichts. Alles, was mir bleibt, ist, die Geschichte meiner Familie aufzuzeichnen, eine Geschichte voller Furcht und Schrecken - möge ich sie in diesem Brief niederschreiben können, bevor ich selbst dahinscheide.

Es scheint ein Traum zu sein, der sich wie der Morgennebel auflöst, doch es gab eine Zeit, in der wir glücklich waren, meine wunderschöne Frau Ornesta und ich. Unsere Hochzeit war ein gesellschaftliches Großereignis und ein rauschendes Fest. Ein Jahr später wurde unsere geliebte Mildburga geboren. Die Leute priesen die Schönheit unserer Tochter, sagten, sie sei ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Ornesta verärgerte das immer etwas, doch ich schenkte dem damals keine Beachtung. Schon bald wuchs unsere Familie weiter. Erst kam Matilda, dann Ethel, beide so rein wie Engel. Doch Ornesta ... nun, ich werde nie den Abend vergessen, an dem sie dasaß und ihr langes, kastanienbraunes Haar kämmte, während die Mädchen weinten und weinten. Ich sagte zu ihr: "Liebes, ich glaube, die Mädchen haben Hunger." Daraufhin kanzelte sie mich das erste Mal ab. Sagte, sie hätten kein Recht darauf, hungrig zu sein, dass sie ihr ihre Schönheit und ihre Jugend gestohlen hätten, dass das mehr als genug sei, von dem sie zehren könnten ...

Ich hätte es damals schon wissen sollen. Ich hätte wissen sollen, dass sich der Wahnsinn in den Verstand meiner Geliebten eingeschlichen hatte - und dass er sich mit jedem Kompliment, das unsere Kinder erhielten, tiefer dort eingrub. Jahr für Jahr wurden die Mädchen größer und anmutiger. Aber die Zeit meint es mit den Alten nicht gut, und auch Ornesta blieb von ihrer Grausamkeit nicht verschont: Ihre Haut wurde faltig und verlor den Glanz der Jugend.

Eines Nachts weckte mich das Mondlicht, das die ganze Welt in einen gespenstischen Schein tauchte. Ich sah mich in unserer Hütte um - sie war leer. Ich lief zur Tür hinaus und entdeckte Abdrücke von nackten Füßen, die zum Friedhof an der Kapelle führten. Als ich sie sah, klopfte mir das Herz bis zum Hals ...

Ich fand sie, alle drei, um den Springbrunnen drapiert. Wäre ich nicht ihr Vater gewesen, ich hätte sie nicht erkannt. Tiefe Schnitte verunstalteten ihre liebreizenden Gesichter. Hautfetzen und sogar Fleischstücke lagen überall verstreut. Als ich noch den Anblick dieses Schlachtfestes auf mich wirken ließ, hatte ich das Gefühl, dass mich jemand beobachtete. Und so war es auch: Ornesta stand auf einem Hocker bei einem einsamen Baum. Um ihren Hals lag ein Seil, wie eine dämonische Halskette. "Sie nahmen mir alles, alles, was ich hatte, alles, was mir etwas bedeutete", sagte sie. Dann sprang sie.

Sie ist tot. Meine Ornesta. Meine drei Töchter - auch sie sind nicht mehr. Ich werde ihnen schon bald folgen. Ich habe alles genommen, was ich besitze, und den Göttern geopfert. Vielleicht vergeben sie mir und meiner geliebten Ornesta ...