Diskussion:Etwas mehr (Kurzgeschichte)

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Kann sich jemand hier den Anfang räumlich darstellen?

Muss leider sagen, dass es teilweise eine Schwäche Sapkowskis (oder des Übersetzers?) ist, Räumlichkeiten nachvollziehbar zu beschreiben und beim Anfang von "Etwas mehr", hab ich komplett den Überblick verloren:

Eine Brücke über einer Schlucht mit einem verunglückten Wagen darauf. Geralt kämpft und fällt mit dem "Knäuel" runter, und ist nach ein paar Sekunden plötzlich wieder oben auf der Brücke und lehnt sich an den Wagen?

Frage mich, wie tief die Schlucht ist, ob Geralt wirklich runtergefallen ist(ich denke schon) und wo Yurga während des Ganzen ist.


Geht es jemandem hier ähnlich?

95.90.2.3 10:51, 28. Sep. 2012 (UTC)

Ich fand es dagegen befremdlich, wie er mit den Viechern unbeschadet von der Brücke fallen konnte, so ohne Aufprallgeräusch oder Quiecken von den Angreifern, auf die er unweigerlich gefallen sein muss. Ich hab mir die Schlucht schon einige Meter tief vorgestellt (obwohl es manchmal wie 10 Meter klingt). Und die Dauer des Kampfes? Hm, woher soll man wissen, wie lange der Kampf gedauert hat? Denn man hockt währenddessen mit Yurga unter dem Wagen ... bis dann Stille herrscht. Wie der Hexer von unter der Brücke wieder herausgekommen ist, mit dem angebissenen Bein, wäre auch so eine Frage - bleibt aber auch der eigenen Vorstellungskraft überlassen. Ich schreibe sie den speziellen Hexerfähigkeiten zu, die ihn während eines Kampfes - selbst wenn er wie hier schwer verletzt ist - keine Schmerzen spüren lässt. Außerdem kann er in der Dunkelheit gut sehen, also auch leichter einen passenden Weg wieder nach oben finden. Mir kam es aber definitiv nicht wie ein paar Sekunden vor.
Und du wirst überrascht sein: Es gibt noch viele weitere Stellen, auf die nur du dir eine Antwort geben kannst - und das ist eine von Sapkowskis Eigenschaften, sein Stil, eben nicht alles bis zu Ende zu erklären. Manche Dinge beschreibt er sehr konkret (die Striege fällt mir hier spontan ein), bei anderen bleibt er vage (ich denke da an die Augen des Hexers; es wird nie genau beschrieben, auch nicht in den Romanen, dass Geralts Augen senkrechte o. a. Pupillen haben, so wie sie im The Witcher 1 oder Teil 2 gezeigt werden, auch nicht ihre Farbe, sondern nur, dass sie bspw. einem einen kalten Schauer über den Rücken jagen). Ein "System" konnte ich dabei noch nicht entdecken. Doch eines steht fest: Sapkowski ist kein Drauflosschreiber; alles ist genau konstruiert und vorüberlegt, jedenfalls gewinnt man diesen Eindruck aus den Vorworten zu den Kurzgeschichten aus "Etwas endet, etwas beginnt". Ob dieses "mal so, mal so" eine Schwäche oder Stärke von ihm ist, tja ... entweder man mag es, oder man mag es nicht. Bei mir regt es jedenfalls an, die Geschichten und Bücher mehrmals zu lesen, und neu zu entdecken, was mir vorher entgangen war. :)
Die Qualitäten des Übersetzers schätze ich als recht gut ein - er hält sich an die Vorlage, bleibt konsistent (wechselt also bei denselben Tierchen nicht mal hier und dort die Bezeichnung, wie es im Englischen wohl zu oft passiert ist) und versucht auch, Witz und Charme des Originals rüberzubringen. Passt in meinen Augen.
Die Erfahrungen von anderen zu deinen Fragen würden mich aber auch interessieren. :)
»»Dove«« (Diskussion) 20:31, 29. Sep. 2012 (UTC)


Habe mir das letztendlich auch so erklärt, dass die Erzählzeit nicht der erzählten Zeit entspricht.

Generell ist diese "Schwäche" für mich auch nur ein sehr kleiner Makel, wenn überhaupt. ;)

Danke für die schnelle und ausführliche Antwort übrigens.

95.90.2.3 15:55, 30. Sep. 2012 (UTC)

Bitte, gerne :)
Ich lass die Seite noch eine Zeitlang in der Kategorie der offenen Fragen, dann kann sich ggf. noch jemand anderes hier einbringen.
»»Dove«« (Diskussion) 17:07, 30. Sep. 2012 (UTC)