Die Geschichte des Alten Gartens

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Die Geschichte des Alten Gartens
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Enthält Zusatzinformationen.
Beschreibung
Inventar/Slot
Bücher
Kategorie
Gewöhnlicher Gegenstand
Art
Sonstiges
Quelle
Hut with the herbalist in Alter Garten
Inventarpreis
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Verkaufspreis
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Gewicht
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This book describes the events that led to the abandonment of the village of Alter Garten.

Tagebucheintrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es waren einmal eine junge Frau namens Marlene und ein junger Mann namens Bartholomäus. Bartholomäus war so attraktiv, dass kein weibliches Wesen die Augen von ihm abwenden konnte. Jede Maid des Dorfes, von der schönsten bis zur grobschlächtigsten, sehnte sich danach, seine Gunst zu gewinnen.

Auch Marlene war von seiner Schönheit ganz von Sinnen und verliebte sich schon bald in ihn - so sehr, wie es nur bei der ersten Liebe sein kann. Diese Gefühl war so überwältigend, dass Marlene bewusst wurde, dass sie ohne Bartholomäus nicht mehr leben konnte. Doch zu ihrem Unglück hatte Bartholomäus bereits eine Frau und einen jungen Sohn.

Marlene weigerte sich jedoch, dies anzuerkennen, und arbeitete lang und mit aller Kraft daran, Bartholomäus davon zu überzeugen, dass sie seine wahre Liebe sei. Schließlich war sie erfolgreich, denn Frauen besitzen die Gabe der Überzeugung, der schon so mancher Mann zum Opfer gefallen ist.

Bartholomäus' Frau weigerte sich jedoch, dessen Sinneswandel zu akzeptieren. Doch Marlene fand auch dafür eine Lösung.

Sie überredete Bartholomäus, dass er seine Frau ein für alle Mal loswerden müsse - und so hieb er ihr den Kopf ab. Alles wäre gut ausgegangen, wäre das Verbrechen nicht von Bartholomäus' fünfjährigem Sohn beobachtet worden. Marlene sah keinen anderen Ausweg, als Bartholomäus - nun ihr rechtmäßiger Ehemann - davon zu überzeugen, das Kind so wie seine Mutter aus dem Weg zu räumen und neben dieser zu begraben. Dann wären sie für alle Ewigkeiten vereint.

Doch dieses Mal blieb Bartholomäus standhaft und weigerte sich, Marlenes Forderungen nachzukommen. "Es ist eine Sache, meine Frau zu töten, doch mein Kind? Die Frucht meiner Lenden?", sagte er. Er änderte seine Meinung erst, als der Knabe von dem, was er gesehen hatte, zu sprechen begann - laut und oft. Und obwohl Bartholomäus seine Hand nicht gegen seinen erstgeborenen Sohn erheben konnte, fand er einen anderen Weg, sich des Problems zu entledigen. Als der Junge schlief, schlich er sich in dessen Zimmer, hob ihn hoch und legte ihn in einen Sarg, den er dann unter dem Apfelbaum im Garten vergrub.

Von diesem Tag an ereigneten sich in der Gegend, in der das Paar lebte, seltsame Dinge. Bäume verloren ihre Blätter und trugen keine Früchte mehr. Nachbarn wurden von bösen Träumen geplagt. Einer nach dem anderen verließ Heim und Hof, bis nur noch Marlene und Bartholomäus übrig waren.

Eines Nachts träumte Marlene, dass der Junge in seinem Sarg unter dem Apfelbaum erwacht wäre und sie begann zu weinen. Sie sehnte sich danach, ein eigenes Kind zu haben, und diese Träume verstörten sie sehr. So nahm sie eine Schaufel und grub den Sarg aus. Darin fand sie den Körper des Kindes, doch ohne Arme und Beine. Sie dachte, dass der arme Bub sie vor seinem Tod vor Hunger abgenagt haben müsste. Der Anblick des verstümmelten Körpers erschreckte Marlene so sehr, dass sie den Sarg augenblicklich erneut vergrub und nie ein Wort darüber mit ihrem Mann sprach.

Sie lebten danach viele Jahre zusammen, doch es war kein gutes Leben. Bartholomäus hatte sich verändert. Erst hörte er langsam auf, Marlene wertzuschätzen, dann sprachen die beiden nicht mehr miteinander. In einer Nacht der Sommersonnenwende erhängte er sich und ließ seine Frau mit ihren Träumen allein zurück. Vor ihrem Tod grub sie den Sarg noch einmal aus. Niemand weiß, wohin sie ging und was sie damit machte. Ihr Hof liegt seitdem verlassen. Nicht eine Pflanze wächst mehr dort, und auch Vogelgesang ward nie mehr vernommen.

Niedergeschrieben von Wilhelm & Jakob G.