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Das kleinere Übel (Kurzgeschichte)

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Das kleinere Übel ist eine Kurzgeschichte aus der Kurzgeschichtensammlung Der letzte Wunsch von Andrzej Sapkowski. Es ist die dritte Geschichte aus dem Band nach Ein Körnchen Wahrheit.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

W.png Spoiler-Hinweis: Es folgen wesentliche Details der Handlung!

Ankunft in Blaviken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geralt von Riva kommt mit einer erlegten Kikimora nach Blaviken. Er hat das Ungeheuer etwa vier Meilen vor dem Ort im Sumpfland erlegt und hofft auf eine Belohnung vom Bürgermeister. Bürgermeister von Blaviken ist Caldemeyn und dessen Gattin Libussa. Caldemeyn und Geralt sind gut befreundet. Der Bürgermeister muss Geralt leider enttäuschen, er zahlt keine Belohnung für die Kikimora, obwohl er einräumt, dass Menschen in der Gegend vom Salzmoor umgekommen sind. Caldemeyn schlägt Geralt vor, die Kikimora beim ortsansässigen Zauberer Irion zu verkaufen. Zauberer brauchen immer die seltsamsten Zutaten für ihre Zaubertränke. Irion wohnt in einem Turm am Stadtrand.

Caldemeyn bringt Geralt mitsamt dem mittlerweile stinkenden Kadaver zum Turm des Zauberers, der Geralt Zutritt gewährt. Erstaunt stellt der Hexer fest, dass Irion Stregobor ist, ebenfalls ein alter Bekannter von Geralt. Stregobor hat sich in Blaviken unter dem Namen Irion (Name des früheren Besitzers des Turms) niedergelassen, weil er auf der Flucht vor einem Ungeheuer ist. Der Zauberer befürchtet jedoch, dass sein Versteck aufgeflogen ist.

Stregobors Flucht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stregobor und Aridea sind davon überzeugt, dass Arideas Stieftochter Renfri unter dem Fluch der Schwarzen Sonne geboren wurde und daher zu einer blutrünstigen Bestie in Menschengestalt heranwächst. Gemeinsam versuchten sie mehrere Male, Renfri zu töten. Als junges Mädchen gelang ihr die Flucht und es lag ein steiniger Weg vor dem jungen Mädchen, der von Missbrauch und Verbannungen gepflastert war. Renfri gelang es immer wieder, ihr Leben zu retten und wurde zu einer gefürchteten Kriegerin. Aus der Gejagten wurde eine Jägerin. Sie schloss sich der sieben-Gnome-Bande an. Bei einer Meinungsverschiedenheit innerhalb der Bande, die eskalierte, überlebte nur Renfri. Sie gründete ihre eigene Bande und wurde 'die Würgerin genannt. Sämtliche Familienmitglieder Renfris kamen ums Leben und man hielt Renfri für deren Mörderin. Nur einer ihrer Peiniger ist noch am Leben: der Zauberer Stregobor, der fortan derjenige ist, der vor Renfri auf der Flucht ist.

Stregobor ist in seinem Zauberturm sicher, aber er weiß, dass Renfri und ihre Bande den Turm belagern, werden bis er sich freiwillig in ihre Hände begibt, was seinen Tod besiegeln würde. Stregobor bittet Geralt, Renfri und ihre Bande zu töten. Geralt lehnt ab, da er kein gedungener Mörder ist.

Renfri[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister Caldemeyn wird jedoch in keinem Fall zulassen, dass der Zauberer des Ortes von der Räuberbande ermordet wird. Es wird zu einem Blutvergießen kommen. Renfri ist im Besitz einer Vollmacht von König Audoen, die ihr freies Handeln in jeder Angelegenheit gewährt. Mit Konsequenzen durch den König von Creyden haben diejenigen zu rechnen, die sich ihr widersetzen.

Um ein Blutbad vermeiden, versucht Geralt Renfri dazu zu überreden, von ihrer Rache abzusehen und Stregobor am Leben zu lassen. Sie würde damit nicht nur dem Zauberer beweisen, dass er im Unrecht ist, sondern auch allen anderen, die in ihr die verfluchte Mutantin sehen, die – erwartungsgemäß – ein Blutbad anrichtet. Renfri lehnt den Vorschlag ab, lässt sich dann aber überzeugen, aus Blaviken abzuziehen, ohne jemandenm ein Leid zuzufügen.

Der Schlächter von Blaviken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geralt spricht mit Caldemeyn über den friedlichen Ausgang des Konflikts. Bei diesem Gespräch erzählt der Bürgermeister, was er über die Mitglieder der Würgerbande weiß. Da war zum Beispiel der Räuber und Berufsmörder Civril, der mit dem Tridamer Ultimatum für Aufsehen sorgte.

Geralt kommt ein schrecklicher Verdacht, dass sich das Tridamer Ultimatum wiederholt - in Blaviken auf dem Marktplatz, auf dem sich bereits Menschen und Händler für ein Fest sammeln. Tatsächlich findet er Renfris Männer auf dem Marktplatz. Renfri ist nicht unter ihnen, sie ist bei Stregobor. Ohne einen vorigen Wortwechsel greifen die Männer Geralt sofort an. Der Hexer verteidigt sich und tötet alle Angreifer.

Renfri kehrt zurück und berichtet, dass Stregobor nicht auf ihre Forderung eingegangen ist – ohne Rücksichtnahme auf die Bürger von Blaviken. Es kommt zu einer letzten Begegnung zwischen Renfri und Geralt.

Die Angabe von Handlungsdetails endet hier.

Charaktere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptcharaktere:

Erwähnte Charaktere:

In den Comic-Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cover zur Comic Folge Mniejsze zło

Die Kurzgeschichte ist für die "Wiedźmin" Comic-Serie (bisher nur in Polen erschienen) umgesetzt worden unter dem Titel Mniejsze zło (Text: Maciej Parowski, Zeichnungen: Bogusław Polch).

Während in der Originalvorlage Rittersporn nicht erscheint, trifft ihn Geralt in der Comic-Version das erste Mal.

Verfilmung und TV-Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der TV-Produktion The Hexer wurden Teile der Kurzgeschichte in den Folgen 10 und 11 verwendet, mit den Titeln Mniejsze zło (Das kleinere Übel) und Jaskier (Rittersporn).

In der TV-Serie spielt Renfri eine größere Rolle und sie erscheint bereits in zwei Folgen zuvor, bevor sie in Mniejsze zło eine der Hauptfiguren ist: In der Folge Człowiek - pierwsze spotkanie) (Menschen – die erste Begegnung) wird sie von Geralt gerettet. In der Folge Świątynia Melitele (Der Tempel der Melitele) wird sie von Falwick angeheuert, um Nenneke und die Priesterinnen der Melitele zu töten.

In The Witcher 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Computerspiel The Witcher basiert auf keiner der Kurzgeschichten der Geralt-Saga oder den Romanen, jedoch werden einige Bezüge zu diesen Vorlagen hergestellt. So ist gelegentlich unter den NPCs vom "Schlächter von Blaviken" die Rede, wenn es um Geralt geht oder er an ihnen vorbeigeht. In Das kleinere Übel wird der Spiegel der Nehaleni von Aridea erwähnt. Alina besitzt ebenfalls einen solchen Spiegel, er ist ein Questgegenstand in Die Hitze des Tages.

In der Modifikation Preis der Neutralität ist der Fluch der Schwarzen Sonne zentrales Handlungsthema. Deidre Ademeyn ist eine der adeligen Töchter, die von diesem Fluch betroffen sein soll. Die Rolle von Stregobor ähnelt Sabrina Glevissig in Preis der Neutralität. Im Finale der Modifikation kreuzen Geralt und Deidre ebenfalls die Schwerter (optional). Außerdem sind mehrere kleine Bezüge zur Kurzgeschichte und Andrzej Sapkowski enthalten.