Anna Henrietta

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Anna Henrietta
The Witcher 3 Wild Hunt-Henrietta.jpg
Anna Henrietta in "Blood and Wine"
Module
Beschreibung
Weitere Namen
Anarietta (Namenskurzform)
Wieselchen (vertraulicher Spitzname)
Rasse
Mensch
Geschlecht
weiblich
Augenfarbe
Grün
Haarfarbe
Goldbraun
Beruf
Herzogin von Toussaint
Titel
"Ihre Allerhöchste Durchlaucht" (offiziell)
"Fürstin" (offiziell)
"Euer Gnaden" (inoffiziell)
"Frau Fürstin" (informell)
Rang
Fürstin
Nationalität
Flag Nilfgaard.svg
Zugehörigkeit
Herzogshaus von Toussaint
Herkunft/Wohnsitz(e)
Beauclair (in Toussaint)
Familie
Geschwister
Sylvia Anna
(Ehe-)Partner
Fürst Raimund (verstorben)
Rittersporn (Liebhaber)
Verwandte
Emhyr var Emreis (Cousin 3.Grades)
Ciri (Nichte 4. Grades)
Fringilla Vigo
Erscheint in

Anna Henrietta ist die amtierende Herzogin von Toussaint. Sie wurde nach dem Tod ihres Ehegatten Raimund zur Herrscherin dieser nilfgaardischen Provinz und wird von allen geliebt und bewundert. Ihre offiziellen Titel waren "Ihre Allerhöchste Durchlaucht" und "Fürstin". Inoffiziell war sie mit "Ihre Gnaden" anzusprechen und im weniger formellen Rahmen als "Frau Fürstin" (ohne den Namenszusatz). Zu allen Zeiten aber hatte sie mit "Euer Gnaden" angesprochen zu werden, dies galt unabhängig von der Situation.

Für einen kleinen, auserwählten Kreis jedoch hieß sie schlicht "Anarietta".

Es ist wenig über Raimund, den Gatten der Anna Henrietta bekannt, doch wurde er durch die Hochzeit mit der Thronerbin zum Herzog von Toussaint. Nach seinem Tod, zwei Jahre bevor Geralt mit seinen Freunden nach Toussaint kam, wurde Anna Henrietta zur alleinigen Herrscherin des Herzogtums.

Mit dem Kaiser von Nilfgaard verbinden sie verwandtschaftliche Beziehungen, Emhyr var Emreis ist ihr Cousin. Eine weitere Verwandte ist die Zauberin Fringilla Vigo.

In den Büchern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herzogin war verliebt in Rittersporn und er liebte die Herzogin, die er "Wieselchen" nannte. Sie lernten sich vor etwa sieben Jahren kennen, als Raimund in Cintra war und Geralt dort eintraf. Anna Henrietta verliebte sich sofort in Rittersporn und sie trafen sich heimlich etwa zwei Monate lang. Als andere Leute von dem Verhältnis erfuhren, wurde es an Raimund weitergetragen. Er drohte Rittersporn, ihm das Herz auszureißen, um es Anna Henrietta zu essen zu geben. Rittersporn flüchtete aus Toussaint. Kurz darauf verstarb Raimund an einem Schlaganfall. Ein glücklicher Zufall für Rittersporn. Als er davon erfuhr, während er gerade mit Geralt unterwegs war, kehrte der Barde zu seinem "Wieselchen" zurück.

Nachdem der Barde zurückgekehrt war, lief alles wunderbar zwischen den Liebenden Rittersporn und Anarietta. Aber wie es nun mal in der Natur von Rittersporn ist, konnte er die Augen nicht von anderen schönen Frauen lassen. Er wurde auf frischer Tat ertappt, als er in den Armen der Baronin Nique lag. Die enttäuschte Anna Henrietta verurteilte Rittersporn daraufhin zum Tode. Gerade als das Urteil vollzogen werden sollte, trafen Geralt und seine Schutzbefohlene Ciri in Beauclair ein - glücklicherweise musste der Hexer jedoch seinem Freund nicht helfend beistehen, denn die Herzogin brachte es dann doch nicht übers Herz, ihrem Rittersporn den Kopf abschlagen zu lassen. Sie begnadigte ihn, konfiszierte alle seine Besitztümer, Ländereien, Güter, Haine, Wälder, Schlösser ... und verbannte ihn lediglich für immer aus dem Herzogtum.

Anna Henrietta ist ein Charakter aus dem Roman "Die Dame vom See" ("Pani jeziora").

In The Witcher 3: Wild Hunt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Henrietta, die alleinregierende Herzogin von Toussaint, ist einer der Hauptcharaktere in der Erweiterung Blood and Wine aus The Witcher 3.

CD Projekt RED führt ihre Schwester Sylvia Anna neu in die Hexerwelt ein. Als ältestes Kind ist Syanna die eigentliche Erbprinzessin von Toussaint, die jedoch auf Drängen der Minister aus dem Herzogtum verbannt wurde. So wird - entgegen der Erbfolge - ihre jüngere Schwester Anna Henrietta zur Thronerbin.

Glossar-Eintrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn diese Welt je einen Herrscher gekannt hat, dem die absolute Bewunderung seiner Untertanen ohne systematische Unterdrückung oder grausame Henker sicher war, so war es die Regentin von Toussaint: Herzogin Anna Henrietta. Von ihren Lieben wurde sie Anarietta genannt.
Sie war die Witwe des vielbetrauerten Herzogs Raymund und die einstige Geliebte eines so hochberühmten wie begnadeten Künstlers, der es vorzieht, anonym zu bleiben.
Vor einigen Jahren, als der Hexer mit einigen Freunden Toussaint besuchte, lernten er und Anna Henrietta einander kennen. Als später das mysteriöse Biest seine Überfälle auf Höflinge begann, wusste die Herzogin, wen sie zur Hilfe rufen konnte ...
Auf der Suche nach dem Biest bewies die Herzogin, dass sie die Ketten der Konvention nach Bedarf abwerfen und sich gemeinsam mit dem Hexer die Hände schmutzig machen konnte. Auch wenn sie dabei zu einer gewissen Maskerade greifen musste.
Erstaunlicherweise erwies sich die Herzogin bei der strapaziösen Spurensuche als genauso geschickt wie bei Audienzen im Palast. Geralt erkannte schnell, dass Anna Henrietta keine hochherrschaftlichen Gewänder benötigte, um eine selbstsichere, starke Herrscherin zu sein. Weniger überraschen mag es, dass auch am Hofe von Toussaint tägliche Schlachten gefochten wurden - mit schneidenden Bemerkungen, boshaften Halbwahrheiten und glatten Lügen und um kein Stück weniger ernst als solche, die mit Schwertern und Kanonen geschlagen werden. Die Herzogin war unangefochtene Meisterin der höfischen Kriegsführung, und der Hexer bekam die Gelegenheit, sich ihre Erfahrungen zunutze zu machen.

Quests[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem eine unbekannte Bestie zwei Höflinge des Herzogtums von Toussaint, welches Teil des Kaiserreiches von Nilfgaard ist, erschlagen hatte und es sich als unmöglich erwies, das Tier zu finden, beauftragte die Herzogin zwei ihrer Ritter, den Hexer Geralt im Norden des Kontinents zu finden.

Als dieser nach einigen Wochen in Toussaint eintraf, hatte das Biest erneut gemordet und der Hexer wurde zu Anna Henrietta geführt, welche einem Turnier der Ritter ihres Landes beiwohnte.

The Witcher 3 B&W Turnier.jpg

Als sie von der Ankunft des Hexers erfuhr, ließ sie diesen sofort zu sich bringen, um ihm von dem dritten Toten zu berichten. Zusammen mit den Informationen, welche Damien de la Tour, der Hauptmann der Herzogswache, Geralt liefern konnte und dem Scharfsinn des Hexers als auch dem der Herzogin, gelang es den beiden das nächste Opfer der Bestie zu bestimmen, was zur schnellen Rückkehr in den Palast führte.

Obgleich von adeliger Herkunft und allem Anschein nach eine edle Dame des Hofes nahm die Herzogin selbst Anteil an der Suche nach dem potentiellen Opfer, was nicht zuletzt ein berühmtes Spiel aus Toussaint unterbrach, da Milton - das nächste Opfer der Bestie - an dieser Festlichkeit teilnahm.

Gemeinsam gelang es den beiden, ihn ausfindig zu machen, jedoch kamen sie zu spät, da das Biest den Ritter bereits umgebracht hatte.

Nachdem der Hexer einen alten Freund wieder getroffen, die Identität des Biests geklärt und den Grund für sein Morden herausgefunden hatte, kehrte er in den Palast zurück, um Anna Henrietta die gewonnenen Erkenntnisse mitzuteilen sowie das weitere Vorgehen zu besprechen.

The Witcher 3 B&W Geralt&Henrietta.jpg

Damien de la Tour allerdings, von Beginn an misstrauisch dem Hexer gegenüber, versuchte seine Herrin, die Herzogin, zu überzeugen, dass die Männer der Wache den Auftrag ebenso gut selbst erledigen konnten, da man jetzt um das Wesen des Biests wusste.

Entgegen seinen Bestrebungen aber ließ sich Anna Henrietta auf den Vorschlag Geralts ein, nicht zuletzt, da sie erfuhr, dass unschuldige Leben in diese Angelegenheit mit verwickelt waren.

Darum erlaubte sie dem Hexer ihr seinen Plan darzulegen und sie selbst konnte bei einigen noch offenen Fragen helfen, da sie unter anderem über den besten Weinkenner von Toussaint, ihren persönlichen Sommelier, verfügte, welcher die Weinreste auf einem zuvor gefundenen Papier eindeutig als den herzoglichen Wein Sangreal identifizieren konnte. Da diese besondere Rebsorte nur an den Hof geliefert wurde und der herzoglichen Familie zur Verwendung alleine vorbehalten war, musste angenommen werden, dass über das Weingut von Castell Ravello vermutlich eine Verbindung zu den Drahtziehern der Morde hergestellt werden könnte.

Niemand geringerer als die Herzogin selbst wollte diesem Mysterium um den Wein auf den Grund gehen, weswegen sie in Begleitung von Geralt und Damien de la Tour unerkannt den Palast verließ und sich auf den Weg in das Weingut machte.

Dort angekommen mussten sie feststellen, dass der Gutsverwalter nicht die Wahrheit zu sagen bereit war, woraufhin die Herzogin die Sache selbst in die Hand nahm und nach dem gelagerten Wein suchte.

Die Herzogin befragt den Gutsverwalter zu den gestohlenen Weinfässern

Geralt und Anna Henrietta fanden zum Entsetzen der Herzogin heraus, dass in einem der Fässer mit dem sonst nur der herzoglichen Familie vorbehaltenen Wein ein billiger Verschnitt lagerte, und nach der Konfrontation mit den Beweisen gab der Gutsverwalter zu, den Wein bereits mehr als einmal an Fremde verkauft zu haben, die eine große Summe Geld dafür geboten hatten.

Wie zu anderen Gelegenheiten auch bewies die Herzogin hier erneut ihr Können als geschickte Politikerin und als gerechte Herrscherin, indem sie den Straftäter verhaften ließ, um ihn in weiterer Folge dann einem gerichtlichen Prozess zu übergeben, da er - nach den Gesetzen von Toussaint - Hochverrat begangen hatte.

Als Geralt und Damien de la Tour daraufhin eine weitere Lieferung des widerrechtlich verkauften Weines als Köder zur Ergreifung eines mysteriösen Gesandten aus Cintra verwendeten, war die Herzogin auch diesmal mit dabei, um den Erfolg der Mission, an welcher ihr mehr und mehr lag, persönlich zu übersehen und den vermeintlichen Erpresser und Auftraggeber der Morde selbst befragen zu können.

Als sich jedoch herausstellte, dass nur eine Handvoll Schergen an der Übergabe beteiligt war und der unbekannte Mann aus Cintra nicht gefasst werden konnte, weil er von den Anstrengungen des Hexers, ihn zu finden, erfahren hatte, mussten die Herzogin und Geralt unerkannt an einem Fest der Künstler (Mandragora) teilnehmen, da ein Zeuge den Unbekannten im Beisein einer berühmten Sängerin gesehen hatte.

In Folge dieser Veranstaltung kamen sowohl die besagte Sängerin als auch der vermeintliche Drahtzieher der Morde, der Unbekannte aus Cintra, um. Als die Gastgeberin des Festes, Orianna, auch noch beinahe ausgeraubt worden war und ihr Räuber sich als der unbekannte Gesandte entpuppte, welcher das Herz von Toussaint - ein wunderschönes Geschmeide aus Edelstein - stehlen wollte, glaubte die Herzogin zu wissen, wer hinter allen bisher geschehenen Vorkommnissen stecken könnte.

Die Ereignisse haben sich überschlagen und Anna Henrietta, Geralt, Orianna, Emiel Regis Rohellec Terzieff-Godefroy und Dettlaff van der Eretein treffen sich im Anschluss an die Soiree, um über das weitere Vorgehen zu sprechen.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Randnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aufgrund ihrer Verwandtschaft zum Kaiserhaus var Emreis (was sie zur Großtante von Ciri machen würde) ist es Anna Henrietta erlaubt, als regierende Herzogin die Anrede "W.png Köngliche Hoheit" zu führen, jedoch ist dies weder in den Büchern, noch der Spielreihe jemals wirklich erwähnt worden.
  • Im Computerspiel The Witcher 2: Assassins of Kings gerät Geralt in eine ähnliche Situation wie im Roman - in der Quest "Dem Henker in die Parade gefahren" wird Rittersporn wegen seines lüsternen Treibens zum Tode verurteilt. Doch im Gegensatz zur Buchvorlage muss hier Geralt helfend zur Tat schreiten.