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Andrzej Sapkowski

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A. Sapkowski 2010 auf der Buchmesse "Buchwelt" in Prag
A. Sapkowski bei der Verleihung des Janusz A. Zajdel Preises auf der Polcon 2003 in Elbląg

Andrzej Sapkowski (* 21. Juni 1948 in Łódź, Polen) ist der bekannteste polnische Fantasy-Schriftsteller. Seine Bücher greifen – zumeist parodistisch – Motive von Legenden und Märchen auf.

Der Hexer-Geralt-Zyklus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sapkowskis erfolgreichster Fantasy-Zyklus behandelt die Abenteuer des Hexers Geralt von Riva, der sich in jungen Jahren durch eine schmerzhafte Prozedur in einen Hexer verwandelte. Geralt reist durch eine Fantasywelt (die an einigen Stellen mit Märchenmotiven aus den Werken der W.png Gebrüder Grimm und des dänischen Schriftstellers W.png Hans Christian Andersen durchsetzt ist), um gegen Bezahlung Monster und Fabelwesen zu erlegen.

Kurzgeschichtenbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angelegt ist die Trilogie als Episodenroman, die einzelnen Aufträge Geralts sind nur lose miteinander verknüpft. Durchgängige Motive sind Geralts fatale Liebe zu der Zauberin Yennefer sowie das langsame Verschwinden der Magie. Sapkowskis Bildsprache erinnert in manchen Teilen an W.png Italowestern, es dominieren Actionszenen und hintersinnige Dialoge.

  • Wiedźmin (1990, fünf Kurzgeschichten – „Der Hexer“)
  • Ostatnie życzenie (1993, sieben Kurzgeschichten – dt. „Der letzte Wunsch“, 1998, Neuausgabe 2007)
  • Miecz przeznaczenia (1992, sechs Kurzgeschichten – dt. „Das Schwert der Vorsehung“, 1998, Neuausgabe 2008)

Nur die beiden 1992 und 1993 erschienenen Bände wurden bisher ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht. Vier der fünf in Wiedźmin zuerst publizierten Kurzgeschichten sind allerdings (um eine Rahmenhandlung ergänzt) in "Der letzte Wunsch" ("Ostatnie życzenie") enthalten, die fünfte in der 2000 erschienenen Kurzgeschichtensammlung "Coś się kończy, coś się zaczyna" (dt. "Etwas endet, etwas beginnt").

Die Saga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Erfolg der Kurzgeschichten verfasste Sapkowski eine weitere fünfbändige Fantasy-Reihe um den Hexer Geralt, deren Veröffentlichung auf deutsch durch den Deutschen Taschenbuch Verlag erfolgt:

Einige Erzählungen um den Hexer Geralt wurden im Jahr 2001 von dem Regisseur Marek Brodzki unter dem Titel The Hexer zuerst als Kinofilm umgesetzt und später als Miniserie in 13 Teilen à 45–50 Minuten im polnischen Fernsehen gesendet. Zudem entstand ein polnisches Fantasy-Rollenspiel auf der Grundlage des Geralt-Zyklus, und polnische Programmierer haben eine RPG-Computerspielumsetzung mit dem Namen The Witcher (2007) geschaffen, dessen immenser Erfolg zwei Nachfolger mit The Witcher 2: Assassins of Kings (2011) sowie The Witcher 3: Wild Hunt (2015) gefunden hat.


In einem Interview im April 2008 ließ Sapkowski verlauten, er sei sich nicht sicher, ob die Geschichten nicht doch noch eine Fortsetzung fänden. Im November 2013 veröffentlichte er dann eine Art Prequel zu den Kurzgeschichten, den Roman:

Die Narrenturm-Trilogie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser dreiteilige Zyklus ist im Polen des 15. Jahrhunderts angesiedelt. Geschildert wird die Irrfahrt des Medicus Reinmar von Bielau, der auf der Flucht vor der Inquisition und dem gehörnten Ehemann seiner Geliebten durch Schlesien irrt. In dieser Reihe mischt Sapkowski Fantasymotive mit der blutigen Geschichte der Hussitenkriege. Der erste Band Narrenturm war in Polen ein Bestseller und verkaufte sich auch in Deutschland hervorragend.

Weitere Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coś się kończy, coś się zaczyna („Etwas endet, etwas beginnt“) aus dem Jahr 2000 ist eine Sammlung acht älterer Erzählungen, die im Febr./März 2012 auch in deutscher Übersetzung beim dtv Verlag erschienen sind. Zwei dieser Geschichten haben Bezug zum Hexer-Geralt-Zyklus: Der Weg, von dem niemand zurückkehrt (poln. Droga, z której się nie wraca) spielt viele Jahre vor der weiteren Handlung und erzählt von Geralts Eltern, die Kurzgeschichte Etwas endet, etwas beginnt (poln. Coś się kończy, coś się zaczyna) berichtet abweichend vom Handlungsverlauf der Hexer-Geralt-Saga über die Hochzeit von Geralt und Yennefer.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andrzej Sapkowski: Narrenturm. W.png dtv, München 2005, ISBN 978-3423244893.
  • Andrzej Sapkowski: Gottesstreiter. dtv, München 2006, ISBN 978-3423245715.
  • Andrzej Sapkowski: Der letzte Wunsch. dtv, München 2007, ISBN 978-3-423-20993-9.
  • Andrzej Sapkowski: Lux perpetua. dtv, München 2007, ISBN 978-3-423-24636-1
  • Andrzej Sapkowski: Das Schwert der Vorsehung. dtv, München 2008, ISBN 978-3-423-21069-0.
  • Andrzej Sapkowski: Das Erbe der Elfen. dtv, München 2008, ISBN 978-3-423-24700-9.
  • Andrzej Sapkowski: Die Zeit der Verachtung. dtv, München 2009, ISBN 978-3-423-24726-9.
  • Andrzej Sapkowski: Feuertaufe. dtv, München 2009, ISBN 978-3-423-24755-9.
  • Andrzej Sapkowski: Der Schwalbenturm. dtv, München 2010, ISBN 978-3-423-24786-3.
  • Andrzej Sapkowski: Die Dame vom See. dtv, München 2011, ISBN 978-3-423-24817-4.
  • Andrzej Sapkowski: Sezon burz. superNOWA, 2013, ISBN 978-83-7578-059-8.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Andrzej_Sapkowski“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 12. September 2010 (Permanentlink) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.